Bleiben Sie mir bloss mit den dünnen VUCA-Brettchen fern!
Über Komplexität kann man nicht reden, aber nicht, weil man sie dadurch entweihen würde, sondern weil jede Person unter dem Begriff etwas Anderes versteht. Meistens wird eine Situation als “komplex” bezeichnet, wenn gleichzeitig viele Ereignisse passieren und viele z.T. widersprüchliche Informationen vorliegen, so dass der Protagonist die Übersicht verliert und ihm Entscheidungen schwerfallen. Aber das ist reine Überforderung und hat nichts mit Komplexität zu tun.
Die Funktion der Komplexität
Andere sehen in der Komplexität etwas Hehres oder gar Sakrales, das durch die blosse Beschreibung seinen filigranen Zusammenhang verliert. Für mich manifestiert sich Komplexität in emergenten Systemstrukturen. Dabei evolviert das System von einer Struktur zu der nächsten Struktur, die eine entsprechend höhere Komplexität aufweist. Die Strukturen versetzen das System in die Lage, gewisse Umgebungsanforderungen erfüllen zu können. Im speziellen Fall von Unternehmenssystemen können mittlerweile etwa drei oder vier solche Strukturen identifiziert werden, durch die Unternehmen evolvierten: Patriarchalische, hierarchische, leistungsorientierte und pluralistische Organisationen. Eine neue steht möglicherweise unmittelbar bevor, weil die pluralistische Struktur durch die Digitalisierung bereits wieder an ihre Grenzen kommt.
Für die Mehrheit der Menschen bestehen komplexe Systeme aus vielen Subsystemen, die sich in intransparenter Weise und schneller Abfolge gegenseitig beeinflussen. Daher wird aus volkstümlicher Sicht “Komplexität” mit “Ungewissheit”, “Uneindeutigkeit” und “Volatilität” gleichgesetzt, was das US Army War College angesichts des Zusammenbruchs der Sowjetunion in den 90er Jahren das Akronym “VUCA” erfinden liess
Zufällige Buchstabenkette

Kommentare
Ich bin allen Menschen dankbar, die das Internet auf DIESE Art und Weise nutzen. Gedanken teilen, sich austauschen, sich verbinden.
Beste Grüße in die Runde von Menschen, die ich fast ausschließlich kenne, zumindest mittlerweile das Gefühl habe zu kennen.
Nadja
Nicht tveröffentlichen!
Kleiner Satzbaufehler oben:
‘sich an Kontrolle gewohnt sind, ein Problem’
Vielen Dank Peter,
für diesen Expertenbeitrag. Ich habe viel gelernt.
ICh bin möglicherweise nicht so weit als das ich alles was hier geschrieben steht schon durchdrungen hätte oder habe, aber ich Bitte folgendes zu bedenken:
Die VUCA- Formel ist in meinem Kontext sehr wohl dazu geeignet die Zunahme von Dynamik in der Unternehmensumwelt zu beschreiben.
Dabei kann das V für Volatilität (das was gestern gegolten hat, gilt heute nicht mehr) mit einer gewissen Objektivität durchaus als geeignetes Beispiel und meinetwegen konstruiertes Beispiel, dazu dienen, die veränderten Bedingungen am Markt zu veranschaulichen, oder?
Komplexität ist sicherlich ein subjektive Größe aber im Unternhemensumfeld und in “vereinfachter” Erklärung bedeutet der Umgang mit Komplexität (Probieren - Erkennen - Reagieren) das in vielen Fällen eben eine “schnelle” Analyse nicht möglich macht,da erst durch “Probieren” sich die Zusammenhänge des Systems offenbaren. Oder anders - die Ursache-Wirkungszusammenhänge können erst im Nachhinein wahregenommen werden.
Ist das falsch? Also die Frage ist ernst gemeint - ich habe das bisher so verstanden.
ICh habe ein wenig bedenken das wir hier in eine Expertendiskussion abhebe, die möglicherweise dann die Akteure eher abhält davon aktiv zu werden als das Gegenteil.
Hallo Patrick
Vielen Dank für diese interessanten Fragen und den Link zu Deinem Blog. Der Artikel gefällt mir gut, er hat ein paar interessante Impulse.
Du hast ja recht, dass “dieses Denken bei den Akteuren ja nun mal da ist” und man die Menschen dort abholen muss, wo sie stehen. Wenn dann Begriffe, wie VUCA und Bildchen, wie das Cynefin-Modell, schon weit verbreitet sind, könnten sie dem Abholen dienen. Das sehe ich ja auch ein. Wenn man die Menschen dann aber mal abgeholt hat, sollte man sich mit ihnen möglichst schnell auf den Weg begeben und VUCA und Cynefin hinter sich lassen. Cynefin ist mir einfach ein zu dünnes Brettchen, im wahrsten Sinne des Wortes. Die Welt ist gewiss nicht zweidimensional, nur um sich den Menschen zu genehmen, die nicht höherdimensional denken wollen. Für mich findet Komplexität in einem vieldimensionalen Raum statt und vermischt sich dort weitgehend mit der Kompliziertheitswolke.
In Deinem Blogpost gehst Du auf verschiedene Practices ein und ordnest sie dem Cynefin-Modell zu. Ich habe mich auch schon über den Managementbegriff “best practice” ausgelassen und kam zum selben Schluss wie Du, dass nämlich best practices nur eingeschränkt brauchbar sind. Sie gehören in die Ecke, wo man weiss, was auf einem zukommt. Aus dieser Ecke sind ja nun die meisten Unternehmen verschwunden und können deshalb mit best practices nichts mehr anfangen.
Aber was sind den eigentlich “practices”? Sind das nicht Handlungsanweisungen, wie etwas gemacht werden muss? Eigentlich eine Art Rezepte. Dem Anwender ist es freigestellt, ob er sich bloss an eine good oder gar an die best practice hält. Stimmt’s? Aber dann verstehe ich den Begriff “emergent practice” nicht, denn eine Emergenz kann nicht einfach so hervor geholt werden, wie ein Löffel aus der Besteckschublade. Eine Emergenz ereignet sich in sehr komplexen Systemen zufällig und unvorhergesehen. Danach ist das System nicht mehr, was es war.
Das meine ich, wenn ich sage, dass man mit den abgeholten Menschen möglichst schnell weitergehen sollte. Ich finde es gut, wenn wir mit ihnen über Emergenz reden und auch sagen, dass sie Emergenzen nicht willentlich herbeiführen können, sondern nur die Bedingungen schaffen, damit vielleicht eine Emergenz passiert. Diese kann das System dann aber in eine Richtung katapultieren, die die Mancher gar nicht vorgesehen hatten. Damit müssen sie rechenen und klar kommen.
Um über Emergenzen zu reden - Konrad Lorenz sprach von “Fulgurationen” - muss man aber einen Wissensvorsprung haben und ein bisschen etwas vondynamischen Systemen verstehen.
Gruss,
Peter
Hallo,
auch von mir danke für den Beitrag, der mich in jedem Fall zum Nachdenken anregt. Vor allem: ob ich in meinen bisherigen Beiträgen nicht ebenfalls auf die Neigung zur Vereinfachung reingefallen bin (v.a. http://chaosverbesserer.de/blog/2017/02/25/komplex-und-kompliziert-wo-liegt-da-der-unterschied/).
Insofern geht es mir also wie Alexander, dass ich noch nicht weiß, ob ich das hier geschriebene schon voll durchdrungen habe.
Bezüglich des Ursache-Wirkungsdenkens frage ich mich, ob Ansätze wie das Cynefin-Framework nicht trotzdem als erster Schritt weg von einem Ursache-Wirkungsdenken dienen können. Weil dieses Denken bei den Akteuren ja nun mal da ist und die Aussage, dass sich Ursache und Wirkung (wenn überhaupt) erst im Nachhinein ermitteln lassen, zumindest mal aufzeigt: der Versuch Ursache und Wirkung zu bestimmen, bevor man überhaupt los geht, wird uns nicht weiter bringen.
Oder verenn ich mich da im Versuch das Unfassbare halbwegs fassbar zu machen?
Gruß
Patrick
P.S. Hoffe der Kommentar kam jetzt nicht doppelt an: bekam in anderem Browser (Safari) die Meldung des Spamschutzes, dass er meinen Browser für einen Bot hält.
danke für die gute und fundierte info. ich hab mit VUCA zwar nicht so haarsträubend naiv gearbeitet, werde diese gedanken gerne zum nutzen aller interssierten in meine darstellungen übernehmen.
i-space kannte ich noch nicht, finde ich gut und interessant. im vergleich zu cynefin bin ich da eher pragmatisch. das eine hat vielleicht mehr tiefgang, dafür ist das andere für manche eingänglicher. denn selbst cynefin wird meist flasch interpretiert und dargestellt.
danke für den beitrag!
Hallo Alexander
An dem, was Du sagst, ist nichts falsch. Du kannst das Akronym “VUCA” gerne im Kopf behalten, um mit Deinen Kunden über die Auswirkungen von Komplexität zu sprechen: Volatilität, Ungewissheit in Entscheidungssituationen und Uneindeutigkeit von Fakten.
Damit hast Du aber noch längst nicht alles. Du wirst auch auf Unvorhersehbarkeit/Unplanbarkeit, Erst- und Einmaligkeit, Emergenz, Neben- und Fernwirkungen, Feedbackschlaufen, sensitive Abhängigkeiten von Anfangsbedingungen (sog. Schmetterlingseffekt), Auswirkungen von Verzögerungen, etc. eingehen müssen. Dazu musst Du mehr von Komplexität verstehen, als bloss ein stupides Akronym zu kennen.
Gerade das Ursache-Wirkungsdenken ist in einer komplexen Welt fatal, weil eine komplexe Welt eben nicht aus Ursachee-Wirkungsketten besteht, sondern aus sich aufschaukelnden oder sich dämpfenden Feedbackschlaufen, die eine nicht-lineare Dynamik verursachen.
Klasse - herzlichen Dank noch einmal für die Konkretisierung.
Lieber Conny
Ich sehe es genau umgekehrt: Während wir zirkulär, synthetisch-aufbauend und in Phantasien denken können, handeln wir immer schrittweise und im Moment. Für mich nähern wir uns gerade beim Handeln in Teillösungen der ganzheitlichen Vision, die wir gedanklich vor unserem geistigen Auge haben.
Wenn Du Dir z.B. vornimmst, durch Handeln Deinen Kinder in vielen Jahren ein Umfeld zu schaffen, das es ihnen erlaubt, zu verantwortungsvollen und was auch immer für Menschen heranzuwachsen, dann sind Deine Handlungen immer nur Stückwerk. Heute verzichtest Du bewusst zu Gunsten der Kinder auf etwas, morgen gehst Du mit den Kinder an einen Ort, wo sie etwas lernen, das sie näher an Deine gedankliche Vision heran führt, etc.
Wir handeln in der Zeit, also seriell und in Einzelaktivitäten. Wir können aber Visionen und Phantasien ausdenken, die alle räumlichen und zeitlichen Grenzen sprengen und jede Komplexität einschliessen.
Ob solche Dinge, wie Vertrauen, komplex sind, kann ich nicht sagen. Möglicherweise ist Vertrauen nur eine Rahmenbedingung, die komplexe Strukturen begünstigt. Nochmals: jeder hat eine andere Vorstellung von Komplexität. Wenn wir also fragen, ob Vertrauen komplex ist, wirst Du die Frage bejahen, andere werden sie möglicherweise verneinen. Und dann? Was haben wir erreicht?
Mir scheint die Diskussion um Komplexität und Kompliziertheit immer müssiger. Wenn wir sagen, dass bisherige Unternehmensorganisationen an ihre Grenzen kommen, weil die Komplexität der Welt zugenommen hat, dann meinen wir ja, dass hierarchische Führungsprinzipien keinen Erfolg mehr haben in einer Welt, die höchst sensitiv von den Anfangsbedingungen abhängt. Ob das jetzt kompliziert oder komplex ist und ob wir uns gedanklich reinhängen können oder nicht, ist letztlich egal. Hauptsache, wir erkennen, dass wir etwas ändern müssen.
Liebe Grüsse,
Peter
Danke Tom, ich habe versucht, es zu korrigieren.
mich erinnert das I-Space Modell an das Johari-Fenster, mit dem ich im Coaching arbeite :-) https://de.wikipedia.org/wiki/Johari-Fenster
Da gehts auch um vier Formen des Wissen.
Gruess
C
Hi,
erstmal danke für das Kompliment bezügliches meines Artikels, denn als solches fass ich es auf.
Ich denke, du hast in jedem Fall Recht, dass man sich noch mehr mit dynamischen Systemen beschäftigen muss. Da steh ich (allerdings eher als interessierter Laie mit Verbesserungsabsicht) derzeit am Anfang einer Bildungsreise. ;)
Wegen deiner Frage nach den Emergent Practices: Ich hätte gesagt, dass eine Practice nicht per seh ein Rezept für eine Handlung beschreibt, sondern eben auch die eigentliche Handlung. Wenn ich also nun aus einer komplexen Situation heraus eine Reihe von Handlungen (nach dem Motto Entscheiden, Machen, Überprüfen, von vorn beginnen) initiiere, die mich zu einem bestimmten, hoffentlich nah an meinem Wunschresultat liegenden Situation führen, wäre das für mich eine emergente Praktik, also eine Praktik die aus dem Handeln heraus entstanden ist.
Allerdings ist mir klar, dass das nicht reproduzierbar wäre, also dass die “emergente Praktik” auch immer einmalig ist, weil die beeinflussenden Faktoren so wohl sicher nicht mehr eintreten werden.
Gruß,
Patrick
Danke Peter für die fundierte Aufklärung! Ich werde meinen hoffentlich nicht so haarsträubend falschen Einsatz des VUCA Akronyms gewaltig einschränken…
Und die Aufklärung über Cynefin ist ebenso hilfreich, I-Space macht für mich spo ran viel mehr Sinn und ist auch definitiv interessanter.
Herzliche Grüße, Andreas
Coole Art des Schreibens. Schöne Beobachtungen und geniale Themen. Ich bin Lehrer und kümmer mich um den Nachwuchs. Wie können wir die jungen Menschen optimal auf Komplexität vorbereiten?
Vg Robert
Oh! Danke, Andreas, das ist ja ein grosses Kompliment, wenn ein Blogpost von mir, Dich zum Nachdenken oder gar zu einer Verhaltensänderung anstösst. Dabei fürchtete ich, dass man mir vorwirft, ich sei in diesem Post zu destruktiv. Die Reaktion auf einen Blogpost ist wirklich stets unvorhersehbar, ganz wie es sich für ein komplexes Umfeld gehört…. ;-)
Herzlichst,
Peter
Hallo Robert
Danke für das Kompliment und vor allem für die schöne Frage, wie wir junge Menschen auf Komplexität vorbereiten können.
Wenn man sich auf etwas vorbereitet, muss man ja wissen, was auf einem zukommt, d.h. was das genau ist, worauf man sich vorbereiten muss. Wie ich geschrieben habe, hat jeder eine andere Definition von Komplexität und daher können wir diese Frage gar nicht richtig beantworten.
Formulieren wir also Deine Frage um: Wie können wir junge Menschen auf Ungewissheit, Volatilität, Erstmaligkeit, Emergenz, etc. vorbereiten?
Ich würde mit kritischem Denken anfangen, aber das sollte in der Medienbildung sowieso ein Thema sein. Deine SuS haben doch Medienbildung?
Parallel würde ich in jedem Fach systemisches Denken vermitteln. Beschaffe Dir das Buch von Günther Ossimitz, Entwicklung systemischen Denkens (http://www.ebook.de/de/product/3066059/guenther_ossimitz_entwicklung_systemischen_denkens.html). Darin erklärt Günther, wie er sich die Vermittlung systemischen Denkens in der Grundschule vorstellt.
Schwieriger wird nun die eigentliche Vorbereitung auf die Aufgabe, mit Unbestimmtheit und Volatilität umzugehen. Ich frage mich, ob das im Rahmen der herkömmlichen Schulinstitutionen überhaupt möglich ist. Ich glaube, es geht darum, eine Haltung, ein Gefühl oder eine Weltsicht aufzubauen, die basieren auf Peer-to-Peer. Das hat zwei Seiten. Die einfacher zu beschreibende hat das Label “Augenhöhe”. Es gibt keinen Lehrer, der weiss, wie etwas funktioniert und es den SuS beibringt, die sein Wissen ehrfürchtig aufsaugen. Alle sind gleich und lernen voneinander gleichermassen, denn alles ist ja erst- und einmalig. Es gibt auch keinen Chef, der sagt, was zu tun ist, denn der Arbeiter weiss selber bessser, was in seinem Bereich getan werden muss, um die Aufgaben gut zu bewältigen.
Die andere Seite von Peer-to-Peer könnte man mit dem Label “Working and Learning out loud” umschreiben. Es geht darum, ständig in der Crowd zu sein, zu lernen und zu arbeiten. Die Crowd ist nicht bloss das Team, sondern kann dank Social Media viel grösser sein. Man denkt zusammen (laut), man redet zusammen, man entwickelt sich zusammen.
Meinst Du, so etwas könnte die Schule vermitteln? Wie?
Herzlichst,
Peter
Moin Moin Peter,
danke, dass Du weiter auf dem Thema herum denkst. Ja, ich bin bei Dir. Es wird ganz viel Schindluder mit dem Begriff der Komplexität getrieben. Deshalb sind Beiträge wie dieser wohltuend. Und ja, Emergenz ist ein wichtiges Merkmal von Komplexität. Und genau deshalb bin ich auch der Meinung, dass wir alleine beim Denken über komplexe Systeme genau diese Komplexität zerstören.
Denn.
Beim Denken gehen wir streng analytisch vor. Wir zerlegen ein Problem in Teilprobleme, lösen dann die Teilprobleme und setzen die Teillösungen zu einer Gesamtlösung zusammen. Wir können gar nicht anders. Damit zerstören wir aber rein gedanklich die emergenten Eigenschaften des eigentlich zu lösenden Problems. Dem komplexen Problem an sich ist es vollkommen egal, wie wir über dieses denken. Nur wir bemerken diesen, wie ich immer so schön sage, Kategorienfehler eben oft nicht.
Eine Lösung ist jetzt natürlich nicht, nicht mehr denken zu wollen. Ganz im Gegenteil. Ich stehe ab dieser meiner Erkenntnis Komplexität mit mehr Demut gegenüber.
Und deshalb glaube ich auch daran, dass man alleine beim Reden über Vertrauen, Liebe etc. (was ja alles komplexe Sachverhalte sind) den eigentlichen Zauber darum zerstört. Komplex handeln können wir, aber eben nicht denken und dann darüber reden. Auch wenn wir eine einheitliche Definition zu Komplexität hätten, wäre dieses Dilemma nicht behoben.
Die Unterscheidung zwischen Kompliziertheit und Komplexität habe ich hier (https://blog-conny-dethloff.de/?p=3376) vorgenommen. Aber ich glaube Du kennst diesen Beitrag bereits. In diesem Beitrag habe ich auch formuliert, dass lebende Systeme, wie der Mensch, sowohl komplexe als auch komplizierte Bestandteile haben. Des Weiteren habe ich in diesem Beitrag das Cynefin-Modell für mich gedanklich erweitert.
BG, Conny
Lieber Peter,
Freut mich, dass Du das als großes Kompliment wahrnimmst. Ich finde Deine Beiträge definitiv nicht als destruktiv sondern kritisch konstruktiv. Es gibt immer irgendwelche Leute, die damit nicht umgehen können, weil sie ihr bisheriges Wissen nicht hinterfragen wollen. Diese Dynamik ist von Bequemlichkeit und Angst geprägt, statt von einem aufgeklärten Geist. Damit müssen Menschen wie wir leben. Das hat indes nichts mit unseren Gedanken zu tun, sondern ist meistens vielmehr eine unbewusste Selbstoffenbarung.
Herzliche Grüße
Andreas
Rather ironic really as Max (Boisot) and I worked together extensively over many years and neither of us ever saw the I-Space and Cynefin as alternatives - they did different things. We even wrote about it in respect of epistemology (I-Space), Ontology (Cynefin) with more extensive mapping between the two.
Thank you, Dave, for that comment. I understand that I-Space and Cynefin are more complementary than alternative. Nevertheless, I personally can do more with I-Space than with Cynefin.
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